Die Konstellation ist ideal für eine lebhafte Debatte: Mitte März entscheidet der Grosse Rat über das neue Energiegesetz. Die Positionsbezüge der Parteien liegen zum Teil noch weit auseinander, eine engagierte Auseinandersetzung im Rat dürfte die Folge sein.
Die umstrittenen Kernpunkte (verkürzt):
- ein Obligatorium für den sogenannte Gebäude-Energienachweis (GEAK) auf Wohnbauten
- eine Förderabgabe auf den Stromverbrauch (zwischen 0,5 und 1 Rp pro Kilowattstunde, befristet auf 15 Jahre); dies nachdem die Lenkungsabgabe bei der ersten Lesung im November gekippt wurde
- Sanierungspflicht für Wohnbauten der schlechtesten Energieeffizienz
Hier soll es darum gehen, die Möglichkeiten – oder Gefahren – des neuen Energiegesetzes in ihrer ganzen Breite zu diskutieren. Wie viele Zähne sollen im bleiben? Bereits im Raum stehen zwei Referendumsdrohungen: von der SVP, falls die 3 Kernpunkte durchkommen, von den Mitteparteien EVP, CVP und GLP, falls das neue Gesetz nicht griffig genug ist.
Erst ist einer zweiten Phase werden wir das Thema öffnen und z.B. über den “Green New Deal” diskutieren. (Beiträge explizit pro/contra Atomkraft haben hier keinen Platz, weil sie von beiden Seiten vor allem ideologisch geprägt sind, ergo kaum etwas abwerfen.)
Die Verlautbarungen der Parteien:
- EVP, CVP und GLP fordern griffiges Energiegesetz (PDF)
- FDP: Ja zum GEAK, Nein zu Sanierungspflicht und Förderabgabe
- Grüne setzen Förderabgabe auf Stromverbrauch durch
- SP: Kein Kompromiss für unser Klima
- SVP: Nein zu Sanierungszwang und höheren Abgaben
Bislang 56 Beiträge, die Debatte geht weiter.
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