Steuersenkungen sind im Kanton Bern ein thematischer Dauerbrenner. Im Jahr 2008 beschloss das Stimmvolk eine einmalige und sehr moderate Steuersenkung (Volksvorschlag). In knapp zwei Wochen wird das Thema erneut aufgegriffen: Der Grosse Rat wird dann über die Steuergesetzrevision befinden, die eine deutlichere Entlastung vorsieht.
Bereits im Vorfeld gehen die Wogen hoch, und das nicht nur wegen dem nahenden Wahltermin. Am 8. März traten mehrere Gemeindepräsidenten aus verschiedensten Parteien vor die Medien, um die Auswirkungen der geplanten Steuersenkungen auf ihre Gemeinden aufzuzeigen. Setzt sich im Grossen Rat der Hauptantrag durch, bedeutet das für die Gemeinden Steuerausfälle von insgesamt 135 Millionen Franken.
Gestern präsentierte der Regierungsrat den Rechnungsabschluss 2009, der mit einem Überschuss von 368 Millionen Franken aufwartet. Zum zwölften Mal in Folge schreibt der Kanton Bern damit schwarze Zahlen. Laut Regierungsrat Urs Gasche drohen in Zukunft aber happige Fehlbeträge von 550 bis 650 Millionen Franken pro Jahr.
Hier im Wahlbistro Bern soll in einer ersten Phase die Revision des Steuergesetzes im Vordergrund stehen. Erst später wollen wir das Thema öffnen und breiter diskutieren. Dabei können beispielsweise das Verhältnis Stadt-Land oder die Hauptstadtregion Bern aufs Tapet gebracht werden.
Steuersenkungen – und mehr. Die neue Debatte im Wahlbistro Bern. Bislang 59 Beiträge.
Geschrieben von: Mark Balsiger
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