27.03.2010

Prognosen, Kafisatz und Ausblick

In 24 Stunden sollte es soweit sein: Die Resultate für die Berner Regierungsratswahlen liegen vor, wenige Stunden später auch für die Grossratswahlen.

Bis dann sind viele der Kandidierenden im Fieber, es herrscht Hochspannung. Im Wahlbistro können wir diese zumindest vorübergehend auflockern. Mit Prognosen zum Wahlausgang der Regierungsratswahlen, aber ohne Wetteinsatz.

Nach dem Bekanntwerden der Resultate lohnt sich auch eine Einschätzung ebendieser – und ein Ausblick auf die nächsten vier Jahre.

Zuerst sind aber, wie erwähnt, Prognosen gefragt. Für einmal wenden wir uns also der Metaebene zu. (Die Prognose muss nicht mit der Wunschvorstellung decken…)



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Ich wage eine Prognose und führe diejenigen 9 Kandidierenden auf, die realistischerweise eine Wahlchance haben. Der Zieleinlauf:

1. Bernhard Pulver (grüne, bisher)
2. Hans-Jürg Käser (fdp, bisher)
3. Barbara Egger (sp, bisher)
4. Andreas Rickenbacher (sp, bisher)
5. Albert Rösti (svp, neu)
6. Philippe Perrenoud (sp, bisher)
7. Beatrice Simon (bdp, neu)

8. Christoph Neuhaus (svp, bisher)
9. Sylvain Astier (fpd, neu)

Nach dieser Prognose könnte Rot-Grün also die Mehrheit halten. Albert Rösti schafft den Sprung in die Regierung meiner Meinung nach sicher, bei Beatrice Simon bin ich unsicher. Sylvain Astier bleibt auf der Strecke.

Details zu meiner Prognose finden Sie im Wahlkampfblog.

1. Albert Rösti (svp, neu)
2. Bernhard Pulver (grüne, bisher)
3. Barbara Egger (sp, bisher)
4. Hans-Jürg Käser (fdp, bisher)
5. Christoph Neuhaus (svp, bisher)
6. Beatrice Simon (bdp, neu)
7. Sylvain Astier (fpd, neu)

Die Restlichen sind nicht mehr relevant.

Meine Einschätzung für den Zieleinlauf basierend auf meiner Blogumfrage:

- Pulver
- Egger
- Rickenbach
- Käser
- Perrenoud
- Simon
- Neuhaus (gemäss Umfrage wäre es Rösti, aber ich denke, der Bisherigenbonus von Neuhaus ist stärker).

Optimal wäre:

- Pulver
- Käser
- Rösti
- Neuhaus
- Egger
- Astier
- Simon

RR Egger dürften wir leider kaum los werden. Das Duo Rösti und Neuhaus sollte es knapp schaffen. Im Berner Jura hoffe ich auf den gesunden Menschenverstand.

Ich denke, die Menschen, welche sich nicht tagtäglich mit der Politik auseinander setzen, und das ist leider die grosse Mehrheit, werden vor allem für die Bisherigen wählen und zudem relativ geschlossen.

Deshalb meine Einschätzung:

1. Pulver
2. Egger
3. Käser
4. Rickenbacher
5. Perrenoud
6. Neuhaus
7. Rösti

Obwohl in unserer Region Beatrice Simon viel präsenter war als Albert Rösti und Christoph Neuhaus.

Also, die aktuelle Regierung hat ihre Sache in den letzten vier Jahren nicht schlecht gemacht. An dieser Einschätzung ändert die Dampfhammerkritik gewisser Exponenten, die vor allem in jüngster Zeit laut wurde, nichts.

Tatsache ist, dass der Spielraum sowohl für rot-grün wie für bürgerlich dominierte Regierungen sehr eng ist. Der Schuldenberg, auf dem der Kanton Bern trotz regelmässigem Abbau in den letzten vier Jahren sitzt, verantwortet übrigens eine klar bürgerliche Regierung und ein bürgerlich dominiertes Parlament.

Das als trockene Feststellung einer parteilosen Bürgerin.

Meine Prognose:

- 1. Pulver
- 2. Käser
- 3. Egger
- 4. Rickenbacher
- 5. Rösti
- 6. Neuhaus
- 7. Perrenoud

- 8. Simon
- 9. Astier

Der Bisherigenbonus sollte nicht unterschätzt werden.

Kaffeelesen ist eine lustige Sache. Aber ich setze eine Stunde vor dem Schliessen der Urnen nicht mehr auf strategische Prognosen, wie das offenbar ein paar machen. Ziemlich sicher bin ich, dass Barbara Egger wieder vorne sein wird. Da die rot-grünen Regierungsmitglieder kaum Fehler gemacht haben, was hinter den Kulissen auch Hardliner der Rechten zugeben, werden sie wiedergewählt:

1. Egger
2. Pulver
3. Käser
4. Rickenbacher
5. Simon
6. Perrenoud
7. Neuhaus

Da haben Sie uns aber eine wunderbare Wortschöpfung ermöglicht, Herr Näf: Kaffeelesen.

Zum Dank lade ich Sie einmal an das Erntefest ein.

Spass beiseite. Meine Prognose sieht so aus:

- 1. Pulver
- 2. Egger
- 3. Käser
- 4. Rösti
- 5. Rickenbacher
- 6. Simon
- 7. Perrenoud

Viel wichtiger als das Parteibüchlein ist mir der Wille dieser sieben Politiker, gut zusammenarbeiten zu können.

Die definitiven Ergebnisse liegen vor, und sie sind deutlich. Die 4 rot-grünen Regierungsräte wurden klar bestätigt, dazu kommt neu Beatrice Simon (bdp).

Das umgekehrte Bild zeigt sich bei den Grossratswahlen
: Man darf von einem kräftigen Rechtsrutsch sprechen.

Die bürgerlichen Parteien (inkl. EDU) kommen neu auf 91 Sitze, Rot-Grün noch auf 54 Mandate. Die Mitte, bestehend aus EVP, CVP und glp, erreicht 15 Sitze.

Konkret: Selbst wenn die “blockfreien” Mitteparteien mit Rot-Grün stimmen, erreichen sie zusammen nur 69 (gegenüber 91 der Bürgerlichen).

Ein klar bürgerliches Parlament steht also einer rot-grün dominierten Regierung gegenüber.

Was bedeutet das für die Zukunft? Wer nimmt den Faden wieder auf?

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